Presse-Information Nr.4/98 |
|
|
|
SPD-Bundestagskandidat Thomas Sauer zu AKW Krümmel:
"Ausstieg aus der Atomkraft so schnell wie möglich"
Für einen schnellen Ausstieg aus der Atomkraft hat sich der SPD-Bundestagskandidat Thomas Sauer ausgesprochen. Dies sei auch eindeutig die Position der Bundes-SPD. Sauer sprach in diesem Zusammenhang dem schleswig-holsteinischen Energieminister Claus Möller und dessen "grünen" Staatssekretär Wilfried Voigt sein Vertrauen aus. Die Vertreter der Landesregierung waren kürzlich kritisiert worden, weil sie keine hinlänglichen rechtlichen Voraussetzugnen für eine Stilllegung des AKW sahen. "Möller und Voigt würden das Atomkraftwerk Krümmel sofort stilllegen, wenn sie dafür die notwendigen sachlichen und rechtlichen Möglichkeiten sähen, erläutert der Sozialdemokrat. Ihnen etwas anderes zu unterstellen, hält Sauer für abwegig. Wichig sei, so Thomas Sauer, daß auf Bundesebene die notwendigen Schritte für einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atompolitik gelegt würden.
Angesichts der Gefährdungspotentiale und der ungelösten Entsorgungsproblematik werde die SPD nach einem Wahlsieg den Ausstieg aus dieser "Dinosaurier-Technologie" einleiten. Zukunftsfähig sei vielmehr eine Energiepolitik, die auf Energieeinsparung und auf regenerative Energien setze. "Das 21 Jahrhundert wird ein Zeitalter der Solartechnik werden, betont der Sozialdemokrat. Hier lägen gewaltige Innovationsfelder und auch eine große Chance für mehr Arbeitsplätze. Die jetzige Regierung verschlafe auch in diesem Politikfeld den Anschluß an die Zukunft, kritisiert Thomas Sauer und setzt sattdessen auf veraltete Technologien, wenn sie starr an der Atompolitik festhalte.
Verständnis zeigt Sauer für die kritische Ungeduld des lauenburgischen BUND und von besorgten Bürger. "Es wird die Aufgabe der Atomgegner bleiben, den Prozeß des Ausstiegs wachsam zu forcieren," dabei müsse aber von Seiten der Landesregierung streng rechtsstaatlich vorgegangen werden. Auf Bundesebene gelte es nach einem Regierungswechsel die atomfreundliche Gesetzeslage deutlich umzukehren, so der SPD-Politiker.