Presse-Information Nr.4/97 |
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Thomas Sauer (SPD): Das Handwerk braucht sich nicht zu ärgern !
Ausbildungsplatzumlage belastet Ausbildungsbetriebe nicht, sondern soll zum Lastenausgleich beitragen.Der Ärger der Handwerker an der von der SPD-Bundestagsfraktion vorgeschlagenen Ausbildungsplatzumlage, diesmal vorgetragen vom Präsidenten der Handwerkskammer Lübeck ,Nikolaus Lang, beim Jahrestreffen der Kreishandwerkerschaft Stormarn, ärgert andererseits nun den SPD-Bundestagskandidaten Thomas Sauer. Er selbst war der Einladung der Kreishandwerkerschaft gefolgt, um deutlich zu machen, dass die SPD den engen Kontakt und den Meinungsaustausch zwischen Sozialdemokraten und der Handwerkerschaft suche. Der Kritik kann er sich allerdings nicht anschließen, da sie auf grundlegenden Fehlinformationen beruhe.
Thomas Sauer: "Das Handwerk bildet im großem Umfang aus und erfüllt seine Aufgabe Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Deshalb ist sie vom SPD-Vorschlag eines Lastenausgleiches auch nicht betroffen." Sinn der Abgabe sei es vielmehr, auch die Unternehmen an den Kosten der Berufsausbildung herzuziehen, die sich in den vergangenen Jahren immer stärker ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entzogen hätten. Der SPD ginge es um einen fairen Ausgleich der Belastung zwischen ausbildenden und nichtausbildenden Betrieben, betont der Sozialdemokrat.
Es sei die Aufgabe der Unternehmen für genügend Ausbildungsplätze zu sorgen, erst wenn sie dieser Verpflichtung nicht nachkämen müsse über Anreizinstrumente für mehr Ausbildungsplätze nachgedacht werden. "Die Unternehmen haben es selbst in der Hand, ob die Politik eingreifen muß oder nicht:" betont Thomas Sauer. Auf keinen Fall will die SPD Ausbildungsbetriebe zusätzlich belasten, viellmehr solle die Umlage zur Entlastung der Ausbildugnsbetriebe beitragen.