Presse-Information Nr.17/98 |
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Eine Delegation sozialdemokratischer Politiker traf sich mit den Mitarbeitern des Wasser und Schiffahrtsamtes in Lauenburg. Die Bundestagsabgeordneten Christa Deichmann, Reinhold Hiller (Lübeck), der Bundestagskandiaten Thomas Sauer und der Stadtverordnete Hanspeter Iversen wurden von Regierungsbaudirektor Dudziak empfangen. Auch Vertreter des Personalrates des Amtes nahmen an der Gespräch teil. Neben einem allgemeinen Abriß über die aktuellen Arbeitsanforderungen des WSA standen die Zukunft des Elbe-Lübeck-Kanals und der Neubau der Amtsgebäudes im Vordergrund des Gespräches.
Die Binnenschiffahrt ist für die SPD ein wichtiger Verkehrsträger, den es nach einem Wahlerfolg im September stärker zu fördern gelte, erläuterte der SPD-Bundestagskandidat Thomas Sauer. Die SPD wolle die zunehmenden Verkehre intelligent auf die Verkehrsträger verteilen und vorallem den Gütertransport stärker auf Schiene und Binnenschiffahrt konzentrieren. Damit solle vor allem auch die Straße entlastet werden. Deshalb komme einem modernen Ausbau des Kanalnetzes in Zukunft eine hohe Bedeutung zu, so der Politiker. Regierungsbaudirektor Dudziak erläuterte die Verkehrsaufkommen im Kanal und betonte, daß mit dem Neubau der Schleuse in Lauenburg bereits die Entwicklung in der Binnenschiffahrt berücksichtigt werde. Mittel- und längerfristig müsse aber auch an eine Vertiefung des Kanalprofils und dessen Verbreiterung nachgedacht werden, regte Reinhold Hiller an. Dies seien zwar Vorhaben die weit in das nächste Jahrhundert reichten, die aber bereits bei neuen Planungen - etwa bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes- mitgedacht werden müßten.
Ein zweiter Themenschwerpunkt war der Neubau des Amtes in Lauenburg. Thomas Sauer fordert dabei wiederholt eine rasche Realisierung an. Die langen Planungszeiträume dieses Falles zeigten, wie verkrustet die gegenwärtige Bürokratie sei, so der Politiker. Es sei irrwirtzig, wenn zu lange Planungszeiträume des Bundes dazu führten, daß eine vor zehn Jahren angemessene Lösung bei Realisierung schon wieder überholt sei. Hier werde die SPD ein weites Themenfeld von Entbürokratierung nach einem Wahlsieg vorfinden, so der Politiker. Nach den neuesten Informationen des Politikers habe die Bundesregierung den Baubegrinn nunmehr auf 2001 hinausgeschoben. Hanspeter Iversen und Thomas Sauer hoffen allerdings, daß bei zügiger Fertigstellung der prioritären Maßnahmen bereits 1999 mit dem Neubau begonnen werden könne.