SPD-Ortsverein Ahrensburg |
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Liebe Genossinnen, liebe Genossen, |
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der während der Jahreshauptversammlung
am 9. April neu zusammengestellte Vorstand hat seine Arbeit
aufgenommen. Auf der konstituierenden Sitzung haben wir die
Aufgaben neu verteilt und uns für das kommende Jahr einige
Schwerpunkte gesetzt. Drei davon will ich besonders herausheben:
- Wir wollen uns aktiv am Bürgermeisterinnen-Wahlkampf
beteiligen und gemeinsam mit vielen anderen dafür sorgen,
dass Ursula Pepper am 26. Oktober erneut als Bürgermeisterin
gewählt wird.
- Wir wollen mehr für die "innere Befindlichkeit"
im Ortsverein tun und Gelegenheiten zum zwangloseren Treffen
schaffen.
- Vor allem aber wollen wir die inhaltliche Arbeit wieder mehr
in den Mittelpunkt stellen und uns im Ortsverein mit aktuellen
politischen Themen und programmatischer Diskussion
beschäftigen.
Bereits am 27. Mai besteht dazu Gelegenheit, noch vor dem
Bundesparteitag die "Agenda 2010" und ihre Folgen zu
diskutieren.
Unser Bundestagsabgeordneter Thomas Sauer wird uns in die
Problematik einführen und mit uns und interessierten Bürgerinnen
und Bürgern diskutieren.
Ich hoffe, viele von Euch am 27. Mai zu sehen.
Mit sozialistischem Gruss
Konrad Nabel |
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Einladung zur öffentlichen
Ortsvereinsversammlung
am Dienstag, den 27. Mai, 20 Uhr im Restaurant Maredo, Neue
Straße 9 |
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Streit um die Agenda 2010
Diskussion mit unserem Bundestagsabgeordneten Thomas Sauer
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Der neue
Vorstand |
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Konrad Nabel, Dr. Barbara Bützer, Annette
Ulrich. Gabriele Ruge, Joachim Böttcher, Thorsten Nissen, Gisela
Struck
(v.l.n.r., nicht auf dem Bild: Christian Schmidt-Casdorff)
Funktionen&Aufgaben
- Konrad Nabel, MdL, Vorsitzender
- Annette Ulrich, stellv. Vorsitzende, Pressesprecherin,
Öffentlichkeitsarbeit, Verbindung zur Fraktion
- Christian Schmidt-Casdorff, Schriftführer
- Gabriele Ruge, Kassiererin
- Barbara Bützer, Beisitzerin, Mitgliederbetreuung
- Gisela Struck, Beisitzerin
- Joachim Böttcher, Beisitzer, Kontakt zum AK-Stadtentwicklung
- Thorsten Nissen, Beisitzer, Verbindung zur Kreispartei und zur
Kreistagsfraktion
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Agenda 2010: Wer? Wie? Was?
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„Entweder wir modernisieren unsere soziale Marktwirtschaft oder wir werden
modernisiert"
Gerhard Schröder
„Eine Privatisierung von Lebensrisiken darf es mit uns nicht geben."
Aus dem Text des Mitgliederbegehrens
„Breite Schultern müssen auch mehr Lasten tragen, damit es auch zu einer
solidarischen Gemeinschaftsanstren-gung kommt."
Aus der Position der Parlamentarischen Linken der SPD-Bundestagsfraktion
zur Agenda 2010
„Wir setzen auf eine Reform der Finanzpolitik, eine flexible Erweiterung
der Tarifpolitik und eine Senkung der Sozialabgaben in einer Größenordnung von
8,5 Prozentpunkten sowie ihre Gegenfinanzierung zum Teil über die öffentlichen
Haushalte."
DGB-Chef Michael Sommer
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Streit um die Agenda:
Wieso? Weshalb? Warum?
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Deutschland hat Probleme. Allgemein unbestritten ist, dass die
schlechte konjunkturelle Entwicklung Arbeitsmarkt und Sozialsysteme
belastet, und die demografische Entwicklung (die Gesellschaft
überaltert) unser System der Renten- und Krankenversicherung
ebenfalls vor Schwierigkeiten stellt. Hinzu kommen strukturelle
Probleme: das im internationalen Vergleich sehr teure
Gesundheitssystem mit nur mittelmäßiger Qualität ist
reformbedürftig. Arbeitgeber und einige Wirtschaftsexperten mahnen
außerdem den Abbau von aus ihrer Sicht beschäftigungshindernden
Arbeitnehmerrechten an.
Die Konsenspunkte
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat deshalb mit der „Agenda
2010" am 14. März ein Reformpaket skizziert, das nicht nur die
derzeit heftig umstrittenen Maßnahmen umfasst.
Es beinhaltet auch zahlreiche Vorhaben, die als Konsens
vollkommen aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden sind.
Dazu gehören etwa das Sieben-Milliarden-Programm der
Kreditanstalt für Wiederaufbau für die Kommunen, Erleichterungen
für Existenzgründer und die Verstärkung der Forschungsausgaben.
Die Streitpunkte
Die Auseinandersetzungen konzentrieren sich auf folgende im
Rahmen der Agenda geplante Projekte:
- Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zum
Arbeitslosengeld II
- Der Dissens betrifft hier weniger die Maßnahme an sich
als die Frage des Abstands des ALG II zur Sozialhilfe
- Die Aufgabe der paritätischen Finanzierung beim
Krankengeld
- Begrenzung der Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld auf 12
Monate bei unter 55-Jährigen und 18 Monate bei über
55-Jährigen
- Aufweichung des Kündigungsschutzes für Kleinbetriebe mit
mehr als fünf Mitarbeitern
- Reform der Handwerksordnung
- Hier gibt es zwar keinen Widerstand in der SPD, aber
harsche Proteste der Handwerkskammern.
Darüber hinaus steht der Vorwurf von Gewerkschaften und
SPD-Linken sowie vielen Basisgliederungen (u.a. dem
SPD-Landesverband Schleswig-Holstein) im Raum, die Agenda sei
insgesamt nicht ausgewogen, da sie einseitig die Arbeitnehmer und
die Bezieher von Sozialleistungen belaste. Gefordert werden der
Verzicht auf die geplante Zinsabschlagssteuer und die Reform der
Erbschaftssteuer.
Vielfach wird auch (SPD S-H, DGB) eine langfristig verbesserte
finanzielle Ausstattung der Kommunen gefordert.
Das Verfahren
Am 1. Juni wird in Berlin ein Sonderparteitag über die „Agenda
2010" befinden. Trotz des für viele Ortsvereine und
Kreisverbände mehr als knappen Antragsschlusses am 7. Mai liegen
zum Leitantrag des Bundesvorstandes, der die Agenda bisher ohne
jegliche Abstriche unterstützt, zahlreiche Änderungsanträge vor _
unter anderem vom SPD-Landesverband Schleswig-Holstein.
Der Parteivorstand hat zu einigen strittigen Fragen (Problematik
der drohenden Verarmung für über 55-jährigen Arbeitslose nach
Auslaufen des ALG, eventuelle Einführung einer
Ausbildungsplatzumlage, mögliche Heraufsetzung der
Lebensarbeitszeit, Sonderproblematik der besonders strukturschwachen
Regionen, Anteil der Kommunen an den Einsparungen durch die
Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe) Arbeitsgruppen
eingesetzt, deren Vorschläge noch vor dem Parteitag gegebenenfalls
als Änderungen und Ergänzungen in den Leitantrag eingearbeitet
werden sollen. Hier wären unter Umständen gewisse Annäherungen
der Positionen möglich.
Bis 11. Juli läuft außerdem noch das Mitgliederbegehren „Wir
sind die Partei", das am 11. April offiziell eingereicht worden
ist. Die Initiatoren der Unterschriftensammlung sehen in der Agenda
eine grundsätzlich falsche Weichenstellung für die Politik der
SPD. Sollte die Sammlung über das bereits erreichte Ziel hinaus,
die Diskussion der Agenda in die Partei hinein zu tragen,
erfolgreich sein, wird ein Mitgliederentscheid über den Text des
Begehrens anberaumt werden.
Im anderen Fall läuft nach der Beschlussfassung durch den
Parteitag das Gesetzgebungsprozedere an. Gerhard Schröder hat in
seiner Bundestagsrede vom 14. März die Projekte deutlich benannt
und an vielen Punkten auch mit Zahlen argumentiert.
Wenn die Bundestagsfraktion die Agenda geschlossen mitträgt,
sind in den Beratungen der konkreten Entwürfe über die Maßnahmen
nur noch in geringem Umfang Änderungen möglich.
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Agenda 2010 _ Pro und Contra
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In der Debatte um die Agenda sind in den letzten Monaten
Tausende von Argumenten grundsätzlicher und konkreter Art
ausgetauscht worden. Die folgende Aufstellung ist entsprechend
unvollständig und der Notwendigkeit halber zugespitzt.
Unumstritten ist, dass die schwache Konjunktur das derzeitige
Hauptproblem darstellt.
Im Mittelpunkt der Vorschläge des DGB beispielsweise steht
deshalb neben dem Verzicht auf Sozialkürzungen eine auf Pump
finanzierte Konjunkturspritze an die Kommunen.
Seitens der innerparteilichen Grundsatzkritiker wird vielfach
vermutet, die Maßnahmen der Agenda hätten eher strukturelle
Ziele (Sozialabbau) und seien konjunkturpolitisch kontraproduktiv
(grob vereinfacht: weniger Sozialleistungen = weniger Nachfrage =
weniger Wachstum).
Gerhard Schröder und Wolfgang Clement halten dem entgegen,
dass die Wirtschaft neben dem konjunkturellen eben auch ein
Strukturproblem habe. |
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Maßnahme |
Pro |
Contra |
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Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und
Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II |
·Arbeitsfähige und –willige Arbeitslose
sollten vom Arbeitsamt und nicht vom Sozialamt betreut werden ·Die
Kommunen sparen Milliarden ·Der Druck zur Arbeitssuche muss erhöht
werden |
·Langzeitarbeitslose werden in die Armut
getrieben ·Sparen bei ärmeren Bevölkerungsgruppen wirkt sich durch den
Kaufkraftverlust extrem negativ auf die Konjunktur aus ·Druck auf die
Arbeitslosen nutzt nichts, wenn es keine Arbeit gibt |
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Aufgabe der paritätischen Finanzierung beim
Krankengeld |
·Die Krankengeldregelung ist ein
übersichtlicher Bereich, der leicht aus der Krankenversicherung
herauszulösen ist ·Es handelt sich um eine versicherungsfremde Leistung
·Die Arbeitgeber müssen bei den Lohnnebenkosten entlastet werden |
·Die Arbeitgeber werden auf Kosten der
Arbeitnehmer entlastet ·Nach der Riester-Rente wäre dies schon der
zweite Fall nicht-paritätischer Sozialregelung ·Die Maßnahme ist für
den Erhalt der Krankenversicherung nicht notwendig |
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Begrenzung der Bezugsdauer beim
Arbeitslosengeld auf 12 Monate bei unter 55-Jährigen und 18 Monate bei
über 55-Jährigen |
·Die bisherige Regelung hat zum Missbrauch
durch Unternehmen geführt, die ihre älteren Mitarbeiter auf Kosten der
Allgemeinheit nach Hause schickten ·Es wird Übergansregelungen für alle
akut Betroffenen geben |
·Ältere Arbeitnehmer könnten durch diese
Regelung nach einem oder anderthalb Jahren auf Sozialhilfeniveau
herabfallen |
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Aufweichung des Kündigungsschutzes für
Kleinbetriebe mit mehr als fünf Mitarbeitern |
·Der Kündigungsschutz in der bestehenden
Form ist ein Hemmnis für Neueinstellungen |
·Die Erleichterung von Entlassungen bringt
schafft keine Arbeitsplätze ·Ähnliche Regelungen der Regierung Kohl
hatten nachweislich keinen positiven Beschäftigungseffekt |
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Webadressen zum Thema:
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Materialien zum Thema:
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Die in den Texten erwähnten und
zitierten Materialien sind über die im Kasten oben genannten
Internet-Adressen downloadbar. Gerne schickt sie das
Wahlkreisbüro von Thomas Sauer auch zu:Tel. 823298, Fax 823112,
Email: thomas.sauer@wk.bundestag.de |
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Ahrensburger SPD geschlossen hinter
Ursula Pepper
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Nach der SPD-Fraktion hat sich jetzt
der Ahrensburger SPD-Ortsverein auf seiner Jahreshauptversammlung
einstimmig hinter die bisherige Amtsinhaberin Ursula Pepper als
Kandidatin für die Wahl zur Bürgermeisterin am 26. Oktober 2003
gestellt. Auf Antrag der Stadtverordnetenfraktion beschloss die
Versammlung:
"Die
Mitgliederversammlung der SPD Ahrensburg begrüßt den Beschluss
der SPD-Fraktion, Ursula Pepper wieder als Kandidatin für die
Wahl zur Bürgermeisterin zu benennen.
Die Ahrensburger SPD unterstützt die Kandidatur und wird sich
aktiv für die Wiederwahl Ursula Peppers einsetzen."
Der Ortsvereinsvorsitzende Konrad Nabel (MdL) dankte den
ausgeschiedenen Mitgliedern der Fraktion und des Vorstands für
ihre zum Teil langjährige Arbeit für die Bürgerinnen und
Bürger unserer Stadt. Der besondere Dank des SPD-Ortsvereins galt
der bisherigen Vorsitzenden der SPD-Fraktion, Ursula Ebert, die
durch ihre kluge und besonnene Fraktionsführung maßgeblich dazu
beigetragen hat, das sozialdemokratische Programm in der letzten
Wahlperiode für Ahrensburg umzusetzen. Neben Ursula Ebert sind
Lars Einnolf, Rainer Gerstenberg, Achim Reuber, Ingo Rolke und
Ilse Sparr sowie Irmgard Floegel als bürgerliches Mitglied aus
der Fraktion ausgeschieden. Die SPD-Mitglieder wählten auf ihrer
Jahreshauptversammlung turnusmäßig die Hälfte der Positionen
des Ortsvereinsvorstandes neu. Annette Ulrich wurde zur
stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, Chris-tian
Schmidt-Casdorff zum Schriftführer, Gabriele Ruge zur
Kassiererin.
Als BeisitzerInnen wurden neu gewählt Barbara Bützer und
Thorsten Nissen. |
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SPD-Fahrdienst |
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Mitfahrgelegenheiten!
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Impressum |
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info für Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Ahrensburg
Herausgeber: Ortsverein Ahrensburg, Konrad Nabel, tel. 52736
erscheint ca. 10 x im Jahr,
Auflage: 300, Copyland, Ahrensburg
Schreiben, Layouten, Kopieren, Falten und Eintüten dieses info hat wieder einmal ca. 12
Stunden ehrenamtliche Arbeit gekostet.
Dank an die Legetruppe! |
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Gegründet 1903 |
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100. Jahrgang |
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Inhalt |
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