Kommunalwahlprogramm der SPD Ahrensburg 2003 – 2008

Zukunft gestalten für Ahrensburg
   Die SPD will unsere schöne Stadt in den nächsten Jahren für die Bürgerinnen und Bürger Ahrensburgs weiterentwickeln und gestalten und dadurch die Qualität der Stadt als Ort des Lebens, des Arbeitens und des Wirtschaftens weiter steigern.

Die Rahmenbedingungen dafür sind schwierig. Die Bevölkerungszahl in Deutschland sinkt und die volks- und weltwirtschaftliche Entwicklung ist mit Unsicherheiten behaftet. Andererseits hat Ahrensburg durch seine Lage in der entwicklungsstarken Metropolregion Hamburg und als Mittelzentrum auf der Achse zum aufstrebenden Ostseeraum überdurchschnittliche Entwicklungschancen.

Die SPD will diese Chancen durch ein Konzept nutzen, in dem alle Politikbereiche aufeinander abgestimmt sind und sich gegenseitig unterstützen. Dazu gehören:

  • Ein möglichst effektives und Vertrauen schaffendes Zusammenwirken der Bürgerinnen und Bürger mit den Organen der politischen Selbstverwaltung und der Berufsverwaltung unter Leitung unserer Bürgermeisterin. – Wir müssen die Entwicklung Ahrensburgs gemeinsam wollen, sonst verliert die Stadt an Lebenskraft.
  • Eine Neuordnung der Verantwortung für die öffentlichen Finanzen der Stadt, um ein Maximum an Wirtschaftlichkeit zu erreichen. – Wir müssen ein gemeinsames Bewusstsein der Verantwortung für die Finanzen Ahrensburgs schaffen, sonst verliert die Stadt an Wirtschaftskraft.
  • Ein behutsames Wachstum der Stadt im Gleichgewicht von Bevölkerung, Wohnraum, Umwelt, Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. – Wir müssen einen Konsens über die künftige Größe und den Charakter Ahrensburgs erreichen, sonst verliert die Stadt an Entwicklungskraft.
  • Ein ausgewogenes Netz der Daseinsvorsorge in kommunaler Verantwortung mit ausreichenden Einrichtungen für die Betreuung von Kindern, Jugendlichen und alten Menschen, für Bildung, Kultur, Gesundheit und Sport sowie für die Versorgung mit Wasser und Energie und die Entsorgung von Abflüssen und Abfällen. – Wir müssen Ahrensburg lebenswert gestalten, sonst verliert die Stadt an Anziehungskraft.
 

Gemeinsame Entscheidungen

  Ahrensburg – Stadt der Bürgerinnen und Bürger

Eine Stadt ist so lebenskräftig und lebenswert, wie ihre Menschen sie gestalten. Ihre persönlichen Lebensgestaltungen bilden zusammen einen wesentlichen Teil des Lebens der Stadt. Und auch alle öffentlichen Aktivitäten geschehen für die Bürgerinnen und Bürger.

Die Vielfalt seiner Bewohner bildet den Reichtum Ahrensburgs. Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Berufs und nationaler Herkunft leben und arbeiten hier. Die SPD will sie alle möglichst weit gehend an den Planungen und Entscheidungen für die Stadt beteiligen.

Beteiligung setzt Information voraus

Voraussetzung für ein erfolgreiches Zusammenwirken der Ahrensburger und ihrer Verwaltung ist eine wechselseitige und rechtzeitige Information. Die Verwaltung muss die Bürger über Entwicklungen und Planungen, die Bürger ihre Verwaltung über Notwendigkeiten und Wünsche informieren. Eine solche Offenheit gehört zum Wesen der Demokratie und schafft Vertrauen. Die SPD wird die Ahrensburger auch künftig über wesentliche Entwicklungen informieren und sie nach ihren Anregungen fragen. Zugleich setzt sich die SPD für regelmäßige Informationen durch die Verwaltung und eine offene und systematische Aufnahme der Bürgerhinweise ein. Dabei sollen alle Informationswege genutzt werden wie z.B. Briefe und eMails, öffentliche Veranstaltungen, die Presse und das Internet.

Mitwirkung sichert Einfluss

Auf der Basis der Information sollen die Ahrensburger sich an den Entwicklungen aktiv beteiligen können. Die SPD berät anstehende Entscheidungen und Planungen mit den Ahrensburgern in offenen Arbeitskreisen und Versammlungen. Sie bezieht die Anregungen und die Kritik ein, die Ahrensburger in den öffentlichen Sitzungen der Fachausschüsse der Stadtverordnetenversammlung äußern. Auch die Verwaltung hat unter der Leitung unserer Bürgermeisterin die Bürgerbeteiligung deutlich ausgeweitet, z.B. in Bürgerversammlungen zur Beratung, in Zukunftswerkstätten und in Workshops zur Erarbeitung von Plänen zu neuen Vorhaben. Das soll nach dem Willen der SPD weiter geführt und noch verstärkt werden, je nach Thema entweder für die ganze Stadt oder für betroffene Stadtteile.

Die Mitwirkung der Frauen ist wichtig

Die Hälfte der Menschen in Ahrensburg ist weiblich. Ahrensburg ist ihre Stadt wie die der Männer. Die Stadt kann nur gemeinsam mit dem Wissen und Können der Frauen und der Männer menschlich gestaltet werden. Viele Frauen beteiligen sich bereits daran, doch immer noch weniger als Männer. Darum setzt die SPD sich dafür ein, dass Frauen bei allen Planungen und Entscheidungen der Stadt gleichrangig beteiligt werden. Dafür soll auch die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt weiter gefördert werden.

Mitwirkung kann gefördert werden

Menschen haben unterschiedliche Möglichkeiten, sich aktiv an der Meinungsbildung in ihrer Stadt zu beteiligen. Wo erforderlich, setzt sich die SPD für einen Ausgleich durch gezielte Förderung und Hilfen in der jeweils passenden und wirksamen Weise ein. Der Kinder- und Jugendbeirat wird von der SPD weiterhin unterstützt in seiner gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligung an den Planungen der Stadt, die Kinder und Jugendliche betreffen. Ebenso wird die SPD sicher stellen, dass die Interessen und Sichtweisen von Senioren und Behinderten über ihre Beiräte angemessen berücksichtigt werden. Und das gilt auch für Ahrensburger nichtdeutscher Herkunft, für die die SPD eine entsprechende Beratung sicher stellen will.

 

Gemeinsame Verantwortung

  Wirtschaftlichkeit durch Budgetierung sichern

Eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Stadt sind ihre Finanzen. Der finanzielle Spielraum Ahrensburgs ist in den letzten Jahren stark geschrumpft, vor allem durch Einbrüche bei der Gewerbe- und Einkommenssteuer. Darum ist es für die Sicherung der Zukunft Ahrensburgs existenziell wichtig, die vorhandenen Mittel möglichst wirtschaftlich einzusetzen. Das wird nicht durch eine an kurzfristigen finanzpolitischen Zielen ausgerichtete Streichpolitik erreicht, bei der wichtige Aufgaben nicht mehr wahrgenommen werden können. Dagegen setzt die SPD sich für eine langfristig effiziente, an den Zielen ausgerichtete Mittelverwendung ein.

Das kann nur durch eine gemeinsame Verantwortung von Bürgern, politischen Vertretern und Verwaltung erreicht werden. Darum setzt die SPD sich weiterhin für die Budgetierung des städtischen Haushalts ein, für die unsere Bürgermeisterin durch die Neuordnung der Verwaltung in Fachbereiche schon gute Voraussetzungen geschaffen hat. Dabei ist es Aufgabe der Politiker, die Vorstellungen und Wünsche der Ahrensburger Bürger aufzunehmen und die Ziele sowie den finanziellen Rahmen für das politische Handeln der Stadt festzulegen. Aufgabe einer kompetenten und motivierten Verwaltung ist es dann, diese Ziele selbständig und verantwortlich zu verwirklichen.

Gerechtigkeit bei den Einnahmen und Ausgaben sichern

Die Stadt braucht Einnahmen durch Steuern und Gebühren, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Die Einnahmen werden von den Bürgern aufgebracht, das Geld für die Bürger verwendet. In unserer Stadt leben Menschen mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Bedürfnissen, die bei den Einnahmen und Ausgaben berücksichtigt werden müssen.

Die SPD setzt sich für eine Festsetzung und ggf. Anpassung der Steuern auf das für die Leistungen der Stadt notwendige Maß ein. Dabei sollen die Bürger sozial ausgewogen nach dem Maßstab ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit beteiligt werden. Bei den Gebühren wird die SPD weiterhin sicherstellen, dass diese maximal kostendeckend sind, sich am Verursacherprinzip orientieren und im sozialen Bereich nach Einkommen gestaffelt erhoben werden.

Die Aufgaben der Stadt wirtschaftlich wahrnehmen

Die Aufgaben der Stadt können von der Verwaltung oder in deren Auftrag von Unternehmen erfüllt werden. Die SPD setzt sich, unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Gesichtspunkte, für die jeweils wirtschaftlichste Form der Aufgabenerfüllung ein. Einrichtungen der Infrastruktur für unsere Bürgerinnen und Bürger sollen als Eigenbetrieb oder in Gesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung der Stadt geführt werden. Dies gilt auch für die Wärmeversorgungsgesellschaft und das Badlantic, dessen jährliches, von der Stadt zu tragendes Defizit nachhaltig gesenkt werden muss, um andere soziale Aufgaben der Stadt nicht zu gefährden.

 

Wachstum im Gleichgewicht

   Ahrensburg muss im Gleichgewicht wachsen

Ahrensburg ist eine lebens- und entwicklungsstarke Stadt, die gute Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung auch in den kommenden Jahren hat. Die SPD setzt sich für ein organisches Wachstum Ahrensburgs ein, in dem sich alle Lebensbereiche im Gleichgewicht entwickeln. Bevölkerungszahl und Altersstruktur, Arbeiten und Wohnen, Bauen und Natur, Verkehr und Ruhe, Öffentlichkeit und Privatbereich, Gesamtinteresse und Einzelinteressen müssen bei allen Planungen immer wieder balanciert werden.

Bevölkerungswachstum sichert Lebensgrundlagen

Nach der Bevölkerungsprognose für die Bundesrepublik Deutschland wird die Überalterung der Gesellschaft sich deutlich erhöhen und die Bevölkerungszahl sinken, wenn dies nicht durch Einwanderung ausgeglichen wird. Gegen diese Entwicklung kann Ahrensburg im Zusammenwirken mit der Metropolregion Hamburg seine Einwohnerzahl durch eine aktive Stadtentwicklungspolitik halten und sogar einen Zuwanderungsüberschuss erzielen. Um die Altersstruktur als Lebensgrundlage der Stadt ausgeglichen zu halten, setzt die SPD sich für ein moderates Wachstum der Bevölkerung in der Stadt und der Region ein.

Die Identität der Stadt wahren und pflegen

Bei allem Wachstum soll Ahrensburg seine Eigenart und Besonderheit erhalten. Als "Schlossstadt" mit dem Schlossbereich und dem großzügigen, adlig-barocken Stadtkern mit Großer Straße, Rondeel und dem "Dreizack" Manhagener Allee, Hagener Allee und Hamburger Straße. Als ruhige und schöne Wohnstadt mit lebendigen und unterschiedlich geprägten Wohnquartieren. Und nicht zuletzt als "Stadt im Grünen" mit sehr viel öffentlicher und privater Natur.

Die SPD wird bei allen Entwicklungsmaßnahmen diesen Charakter Ahrensburgs schützen. Sie will ihn durch gezielte Maßnahmen noch deutlicher hervorheben und dadurch die Lebensqualität der Stadt für die Ahrensburger sowie die Attraktivität für Besucher noch weiter steigern. So soll der unansehnliche Rathausplatz neu gestaltet und, zusammen mit der Rathausstraße, in die bereits neu gestaltete Innenstadt einbezogen werden. Und die Sportplätze auf dem Stormarnplatz sollen in ein modernes Sportzentrum auf dem Erweiterungsgelände Beimoor-Süd verlegt und anschließend ein zentraler Stadtgarten auf dem Stormarnplatz angelegt werden.

Umweltschutz ist Lebensschutz

Zur Identität Ahrensburgs gehört auch seine reichhaltige Natur, die ein wesentlicher Teil des Reichtums der Stadt ist. Die SPD setzt sich für den Schutz und die Ergänzung des Grüns der Straßen, Wege und Knicks, der Parks, Forste und Wasserläufe sowie des Tunneltals und des grünen Gürtels gegenüber Hamburg und den anderen Nachbargemeinden ein. Die begonnene Biotopvernetzung soll fortgesetzt werden, u.a. durch Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen von Bauvorhaben, und die Naturschutzgebiete auf Ahrensburger Gebiet sollen fortentwickelt werden. Nicht zuletzt kann die Einrichtung eines Stadtgartens auch im Zentrum Lebensraum für Tiere und Pflanzen erschließen. Das von der SPD vorgeschlagene und vom Umweltausschuss beschlossene "Konzept zur Stadtbegrünung" soll wieder aufgenommen werden. Hierbei geht es vor allem auch darum, die öffentlichen Grünflächen attraktiver und naturnah zu gestalten.

Grund und Boden ist ein knappes und kostbares Gut. Mit ihm muss sparsam umgegangen werden, auch in Ahrensburg. Daher hat für die SPD Bauverdichtung grundsätzlich Vorrang neben der Ausweisung neuer Bauflächen. Und stillgelegte Betriebsflächen müssen wieder einer hochwertigen Nutzung zugeführt werden.

Auch Energie ist knapp und kostbar. Ihre Verschwendung gefährdet zudem das Leben auf unserem Planeten. Darum tritt die Ahrensburger SPD weiterhin für eine verstärkte Entwicklung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen im Stadtgebiet ein. Nur durch den Einsatz modernen Technologie besteht die Möglichkeit, zur Erreichung der Reduktionsziele des Kyoto-Protokolls auch auf lokaler Ebene beizutragen. Was mit Blockheizkraftwerken begonnen wurde, muss bei neuen Bauprojekten nach dem neuesten technischen Stand fortgeführt werden.

Wirtschaftskraft ist der Motor des Wachstums

Eine wesentliche Grundlage der Lebensqualität und des Wachstums der Stadt ist ihre Wirtschaftskraft. Sie zieht Menschen an, die dann wieder zum Erhalt und zur Steigerung der Wirtschaftskraft beitragen. Die SPD setzt sich für eine aktive Rolle Ahrensburgs für das Wachstum der Wirtschaft in der Stadt und der Region ein, wie sie die Stadtverwaltung unter Führung unserer Bürgermeisterin betreibt. So sollen z.B. die Ahrensburger Innenstadt als lebendiges Zentrum für Einzelhandel, verbrauchernahe Dienstleistungen, Kultur und Freizeit weiter gestärkt und das Erweiterungsgebiet Beimoor-Süd für die Ansiedlung zukunftsorientierter Wirtschaftszweige zügig erschlossen werden. Das schafft viele und qualifizierte Arbeitsplätze und verbessert zugleich die Steuereinnahmen der Stadt.

Menschen müssen wohnen

Mehr Menschen in der Stadt brauchen mehr Wohnungen. Die SPD fördert das Wohnen in der Innenstadt und in deren Nähe, weil das für viele Menschen Lebensqualität bedeutet und weil es zugleich die Innenstadt lebendig hält. In anderen Wohngebieten setzt sich die SPD für behutsame Bauverdichtungen ein.

Daneben will die SPD schrittweise neues Bauland für Wohnungsbau erschließen, vor allem für junge Ahrensburger Familien sowie für Menschen, die künftig in unserer Stadt arbeiten und leben wollen. Daher setzt sich die SPD dafür ein, dass die Bebauungsprojekte Buchenweg, wo in erster Linie Ein- und Zweifamilienhäuser in privater Trägerschaft errichtet werden sollen, und Erlenhof, wo u.a. der zukünftig wieder steigende Bedarf an bezahlbaren Wohnungen im Geschosswohnungsbau befriedigt werden soll, verwirklicht werden.

Menschen wollen sich bewegen

In einer wachsenden Stadt wächst auch der Verkehr, und umgekehrt sind gute Verkehrsbedingungen eine weitere wesentliche Voraussetzung für das Wachstum der Stadt. Die SPD setzt sich daher für ein ganz neues StadtBus-System ein, mit dem alle Ahrensburger ihre Innenstadt, alle Stadtteile einschließlich der Gewerbegebiete sowie die Bahnhöfe schnell, komfortabel und preiswert erreichen können. Auch die Regionalbusse aus dem Umland sollen mit diesem System verbunden werden. Daneben tritt die SPD für den weiteren Ausbau des nach einem Gutachten der Bundesregierung schon jetzt guten Radverkehrsnetzes der Stadt und der Abstellmöglichkeiten in der Innenstadt ein.

Große Bedeutung haben für Ahrensburg auch die Bahnverbindungen nach Hamburg und Lübeck. Die SPD setzt sich seit Jahren erfolgreich für einen neuen S-Bahnhof im Ortsteil Gartenholz und den Ausbau der Bahnlinie S4 zu einer schnellen und komfortablen Verbindung nach Hamburg-Hauptbahnhof ein. Jetzt tritt die SPD für einen zeitnahen Ausbau der S4 zu einem Zweig des gleichstrombetriebenen Hamburger Netzes mit modernen Zügen und kurzem Fahrplantakt, sowie für eine regelmäßige, mindestens stündliche Verbindung auf der künftig elektrifizierten Strecke nach Lübeck ein. Daneben soll die U-Bahn mit der bisherigen Fahrplandichte erhalten bleiben.

Daneben behält der Kraftfahrzeugverkehr große Bedeutung für die Stadt. Dafür will die SPD die verschiedenen Bedarfe möglichst trennen. Die Innenstadt soll, mit Ausnahme des Anwohner- und Lieferverkehrs, weitgehend Fußgängern und Radfahrern vorbehalten bleiben. Am Rand der Innenstadt sollen ausreichend kostengünstige PKW-Stellplätze zur Verfügung stehen. Und die Wohnquartiere der Stadt sollen durch Sammelstraßen gut erschlossen werden.

 

Solidarische Vorsorge

  Kinder, Jugendliche und Familien brauchen Förderung

Kinder sind unser Reichtum, Familien mit Kindern und Jugendlichen geben unserer Gesellschaft Zukunft. Die SPD setzt sich daher in besonderem Maße für ihre Förderung ein. Familie und Beruf sollen vereinbar sein. Für die 3-6-jährigen Kinder sollen in unseren Kindertagesstätten ausreichend Plätze bereitgestellt und der Bedarf an Ganztagsplätzen berücksichtigt werden. Bestrebungen, im bestehenden und künftigen Gewerbegebiet Betriebskindergärten einzurichten, werden unterstützt. Immer mehr Eltern möchten bereits eine Betreuung für ihre 0-3-jährigen Kinder. Die SPD setzt sich dafür ein, dass eine Betreuung dieser Kinder z.B. in altersgemischten Gruppen möglich wird.

Jugendliche brauchen Orte, an denen sie ihr eigenes Leben gestalten sowie Orientierung und Perspektiven finden können. Die SPD hat sich in den vergangenen Jahren stark für das Bedarfskonzept von 1982 eingesetzt, dessen Verwirklichung nach der Sportanlage für den SSC Hagen, dem Haus 42 und dem Kremerberg-II-Haus jetzt mit der Errichtung des Jugendtreffs Hagen seinen Abschluss findet. Das ist ein schöner Erfolg für Ahrensburg. Jetzt setzt sich die SPD für den Erhalt der städtischen Jugendarbeit auf dem erreichten hohen Niveau ein, auch um Gewaltbereitschaft möglichst keine Chance zu geben. Dafür sollen die städtischen und selbstverwalteten Jugendeinrichtungen, die Arbeit der Jugendverbände sowie die Jugendarbeit der Sportvereine weiter gefördert und die schulische Sozialarbeit besser mit der städtischen Jugendarbeit verbunden werden.

Die Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigen

Die Zahl der älteren Mitbürgerinnen und -mitbürger in Ahrensburg wächst. Daher setzt sich die SPD dafür ein, dass bei allen städtischen Planungen auf eine senioren- und behindertengerechte Ausführung geachtet wird. Ältere Menschen sind vielfach sehr aktiv und wollen sich in vielfältiger Weise fortbilden und Kontakte knüpfen. Die SPD setzt sich daher weiter mit hoher Priorität für einen Neubau der Sozialstation und des Treffpunktes für Ältere "Peter-Rantzau-Haus" ein, um dem erhöhten Platzbedarf und der veränderten Nachfrage nachzukommen.

Bildung ist die Basis unserer Kultur

Kinder und Jugendliche brauchen gute Schulen. In Ahrensburg sind alle Schularten vertreten. Das soll so bleiben. Die SPD setzt sich für ihre qualitative Weiterentwicklung ein. Sie begrüßt die von der Landesregierung initiierte Einführung der verlässlichen Halbtagsgrundschule und fordert, die Betreuungszeit von 8-13 Uhr in den 3.und 4. Klassen auch auf die 1.und 2. Klassen (derzeit 8-12 Uhr) auszuweiten. Darüber hinaus setzt sich die SPD für eine Ganztagsschule mit Ganztagszentrum in Ahrensburg ein.

Nach Beendigung der Grundschule sollen die Eltern mit ihren Kindern die weiterführende Schule frei wählen können. Daher setzt sich die SPD für die Aufhebung der Aufnahmebeschränkung für die Integrierte Gesamtschule ein.

Die Integration von Kindern mit Behinderung darf nicht mit der 4. Klasse enden. Die SPD setzt sich dafür ein, an den weiterführenden Schulen schrittweise die Voraussetzungen für eine Fortführung der Integration durch die ganze Schullaufbahn zu schaffen.

Bei den Schulgebäuden setzt sich die SPD vorrangig für den Erhalt und die Sanierung bereits bestehender Gebäude ein. Bei Schulneubauten, wie am Heimgarten-Schulzentrum, sollen Lehrer, Eltern und Schüler gleichermaßen an den Planungen beteiligt werden. Die Gestaltung künftiger Schulgebäude soll sich eng an den neuesten pädagogischen Konzepten orientieren.

Mit ihrer Vielfalt an Angeboten leistet die Volkshochschule seit Jahren einen unverzichtbaren Beitrag zur Erwachsenenbildung. Die SPD setzt sich dafür ein, diese Angebote zu erschwinglichen Preisen zu erhalten.

Kultur gibt unserem Leben Schönheit

Das Schloss Ahrensburg zählt zu den wertvollsten Kulturgütern des Landes Schleswig-Holstein und ist Ahrensburgs unverwechselbares Wahrzeichen. Nach Auflösung des Schlossvereins im Jahr 2004 wird es einer Stiftung obliegen, dieses Schloss zu pflegen und zu erhalten, aber auch mit neuem Leben zu erfüllen. Darin sieht die SPD eine große Chance und appelliert an die besser gestellten Ahrensburgerinnen und Ahrensburger, sich daran zu beteiligen. Außerhalb des Museumsbetriebs sollen Räumlichkeiten des Schlosses nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten genutzt werden. Und das Schloss soll als Begegnungs- und Tagungsstätte für private oder betriebliche Anlässe dienen.

Der Marstall konnte mit starker Unterstützung der SPD saniert und unter Leitung des Marstallvereins zu einem Kulturzentrum mit einer angenehmen Mischung aus Schlichtheit, Rustikalität und Effizienz ausgebaut werden. Die SPD setzt sich auch für die Fortführung des Ausbaus ein.

Die Bücherei der Stadt bietet den Ahrensburgern Bildung und Unterhaltung in vielfältiger Form. Das wird von sehr vielen Menschen rege wahrgenommen. Die SPD sieht darin ein wertvolles Gut und setzt sich für die weiterhin unentgeltliche Nutzung ein.

Ohne Gesundheit ist alles nichts

Die Fähigkeit des Menschen, sein eigenes Leben aktiv zu gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, kann durch Schwäche, Krankheit oder Sucht stark eingeschränkt sein. Darum ist ein soziales Umfeld wichtig, das betroffenen Menschen die notwendigen und möglichen Hilfen bietet. Die SPD setzt sich weiterhin für die Gestaltung eines solchen Umfeldes zur Steigerung der Lebensqualität ein.

Sie wird darauf achten, dass die im Sozialgesetzbuch IX festgelegten Richtlinien für die Versorgung von Menschen mit Behinderung konsequent umgesetzt werden. Sie will die medizinische Versorgung des Teils des Kreises Stormarn mit der höchsten Bevölkerungsdichte optimieren und unterstützt ein Krankenhaus in Ahrensburg, das von der Oldesloer Klinik fachärztlich geführt wird. Ein Gesundheitszentrum mit internistischen Betten und einer angeschlossenen Rettungswache sowie Notärzten vor Ort wird die Qualität der medizinischen Versorgung steigern und das Leben in Ahrensburg noch sicherer machen, denn kurze Wege und schnelle Hilfe erweisen sich in vielen Fällen als lebensrettend.

Weiterhin wird die SPD Maßnahmen der Suchtprävention und Rehabilitation unterstützen. Jegliche Abhängigkeit ist nicht nur ein individuelles, sondern auch ein gesellschaftliches Problem, die Folgekosten von Sucht belasten die Kassen der Kommunen. Es gilt also aufzuklären, zu verhindern und letztendlich wieder zu integrieren. Projekte, die Prävention und Rehabilitation sinnvoll betreiben, wird die SPD unterstützen.

Sport macht Spaß und ist gesund

Sport ist ein wesentliches Element der Lebensfreude und der Gesundheitsvorsorge. Ahrensburg verfügt über ein reiches Netz an Sportstätten, Sportvereinen und Schulsport. Die SPD setzt sich für deren Pflege und Fortentwicklung ein. Die Sportstättenleitplanung soll dabei die Bedürfnisse und Vorschläge der Sportvereine und Schulen aufnehmen.

In Beimoor Süd soll eine neue, innovative Sportanlage entstehen. Dafür setzt sich die SPD ebenso ein wie dafür, dass den Ahrensburger Bürgern mit dem Badlantic auch in Zukunft ein Freizeitbad für den Sommer und den Winter zur Verfügung steht. Dabei soll der Zugang der Schulen und Sportvereine gesichert bleiben und weiterhin finanziell gefördert werden.

Mit diesem Programm will die SPD die politische Mehrheit für die Gestaltung der Zukunft Ahrensburgs gewinnen.