Ahrensburgs SozialdemokratInnen:


SPD ist die politische Heimat

Elisabeth Wittig, Oberstudienrätin i. R., Jahrgang 1919, SPD-Vorstandsmitglied

Nach dem Kriegsende und der Flucht aus Ostpreußen wählte ich den Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE), einfach, weil ich dachte, daß ich nun mal dazugehöre. Doch sehr bald erkannte ich, daß es in diesem Verein keine ernsthafte - und vor allem keine sachliche - Auseinandersetzung mit der furchtbaren NS-Vergangenheit gab. Das geteilte Deutschland konnte nicht durch Besitzansprüche und eventuell neue kriegerische Aktionen vereint werden. Als Wahlberlinerin von 1959 bis 1988 erlebte ich sehr intensiv in Westberlin die politische Entwicklung und fand in dem Programm der SPD die Vorstellung für eine Zukunft auf sozial-gerechter und toleranter Basis, für die Willi Brandt als Bürgermeister und Kanzler und auch Helmut Schmidt standen: So wählte ich die SPD.

Seit ich nun in Ahrensburg lebe, wurde mir immer mehr bewußt, daß mein Interesse an Politik und Entwicklung neuer Strukturen und Gedanken nicht allein durch die Medien befriedigt werden kann: Ich brauche Menschen, die mir nahestehen, mit denen man diskutieren und vielleicht auch etwas bewirken kann, um die zum Teil maroden Verhältnisse zu verändern. Das Regierungsprogramm der SPD für Schleswig-Holstein hat klare Ziele und Aufgaben, für die es lohnt, Energie und Zeit besonders als Frau einzusetzen.

Das spürte ich bei einem Gespräch mit dem damaligen Ortsvereinsvorsitzenden, Jürgen Lohmann, der sich bei mir zu Hause als Wahlkreiskandidat vorstellte. Zwei Tage später holte ich mir ein Antragsformular für die Mitgliedschaft auf dem Wochenmarkt-Stand. Seit März 1990 bin ich Mitglied der SPD und habe es noch nie bereut, denn sie ist meine politische Heimat geworden.


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Zuletzt geändert am 26. Mai 2003 21:14 | Nachrichten an die SPD Ahrensburg