Ahrensburgs SozialdemokratInnen:

Gegen rechte Gewalt und Fremdenhass für Demokratie


4. 12.2000

Pressemitteilung

Die SPD – Ahrensburg möchte mit diesem Vorschlag ein Zeichen setzen im Hinblick auf die zur Zeit in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen zur Bekämpfung und Vorbeugung von rechter Gewalt und Fremdenhass. Junge Menschen in unserer Stadt sollen ermuntert werden, sich mit diesem Thema in unterschiedlichsten Formen aktiv auseinander zu setzen.

Damit kann die Stadt Ahrensburg auch ein Stück dazu beitragen, dass in unserem Land die Ausbreitung und Entwicklung von Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und gewalttätigem Verhalten gegen Andersdenkende keine Chancen eingeräumt werden.

Dazu stellt die SPD-Fraktion für den Haushalt 2001 folgenden Antrag:

Die SPD-Fraktion beantragt im Haushalt 2001 Projektmittel im Bereich Kinder- und Jugendförderung in Höhe von insgesamt 10.000,-- DM bereitzustellen.

Diese Fördermittel sollen Jungendgruppen, -verbänden oder Jugendfreizeitstätten der Stadt Ahrensburg zur Verfügung gestellt werden, die im Rahmen ihrer Kinder- und Jugendarbeit besondere Projekte zum Thema

Gegen rechte Gewalt und Fremdenhass für Demokratie

Planen und durchführen.

Im Einzelnen können die Projektmittel für folgende Aktivitäten beantragt werden:

Begründung

In den letzten Wochen und Monaten machten Gewalttaten von Rechtsradikalen wieder Schlagzeilen. Mit teilweise unglaublicher Brutalität wurden Menschen verfolgt, verprügelt oder getötet, nur weil sie eine andere Hautfarbe und/oder eine andere Nationalität hatten.

Der Bundeskanzler und der Bundespräsident haben die „Anständigen" aufgerufen, sich gegen die neofaschistischen Kräfte in unserem Land zu wehren, in dem wir Zivilcourage zeigen, Beleidigungen und Verleumdungen gegenüber Ausländern nicht zuzulassen, rechte Gewaltbereitschaft nicht durch Wegsehen befördern oder gar unterstützen.

Verbale und gewalttätige Rechtsradikalität stellt keine politische Überzeugung dar, sondern sie ist mit unseren verfassungsrechtlichen und sinnstiftenden Zielen unserer demokratischen Gesellschaft nicht zu vereinbaren.

Insbesondere Kinder und Jungendliche benötigen Angebote und Möglichkeiten, sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen.

Wir möchten, dass die Stadt Ahrensburg ein Zeichen setzt, indem sie Jungendverbändern und Jugendeinrichtungen in dieser Stadt ermuntert, sich aktiv dieses Themas anzunehmen. Friedliches, tolerantes und respektvolles Umgehen miteinander muss gelernt und eingeübt werden. Das Hineinwachsen in unsere demokratische Gesellschaft erfordert auch die Auseinandersetzung mit unserer jüngsten Geschichte.

Die bestehenden Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssen im Bereich Soziales sind seitens der Verwaltung entsprechend anzuwenden.

Für die SPD-Ahrensburg

Gudrun Probst-Eschke

Ursula Ebert


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Zuletzt geändert am 26. Mai 2003 21:14 | Nachrichten an die SPD Ahrensburg