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Um die Lebens- und Wirtschaftskraft Ahrensburgs
zu erhalten, hat die Stadtverordnetenversammlung am 12. November
2001 beschlossen, die Entwicklung des Gebiets Beimoor-Süd zwischen
Beimoorweg und Ostring für die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe
sowie Flächen für Sport und Freizeit einzuleiten. Der Beschluss
wurde mit großer Mehrheit gefasst im Bewusstsein der herausragenden
Bedeutung dieser Entwicklungsmaßnahme.
Die Umsetzung ist gebunden an einen Beschluss
über die Verlegung der jetzt auf dem Stormarnplatz vorhandenen
Sportplätze zum neuen Sportzentrum Beimoor-Süd. Das wurde im Bau-
und Planungsausschuss der Stadt im Zusammenhang mit der Anlage eines
Stadtgartens auf dem Stormarnplatz und der künftigen Gestaltung der
umgebenden Flächen in der westlichen Innenstadt diskutiert. Dabei
war schon ein weit gehendes Maß an Einvernehmen erreicht worden.
Uneinigkeit besteht über die Nutzung des
Grundstücks Ecke Hamburger Straße – An der Reitbahn – Manfred
Samusch Straße. Die CDU will hier die Errichtung eines großen
Altenpflegeheims ermöglichen. Für die SPD ist dieser zentrale und
sehr verkehrsreiche Standort für ein Heim für bettlägerige
Menschen gänzlich ungeeignet. Dagegen wird dort dringend
innenstadtnaher und bezahlbarer Wohnraum gebraucht, damit auch
Menschen ohne Einzelhaus im Grünen ihre Innenstadt erreichen
können und damit diese Innenstadt nicht bei Geschäftsschluss
verödet.
Die Entwicklung des neuen Gebiets Beimoor-Süd
kann jedoch nicht warten, bis nach der Kommunalwahl im März
nächsten Jahres neue Mehrheiten eine Entscheidung in dieser
Einzelfrage ermöglichen. Die Verhandlungen mit den
Grundeigentümern über den Ankauf der Flächen müssen jetzt
geführt werden. Die Erschließung des Gebiets mit Straßen und
Leitungen braucht Zeit und kann nicht warten. Die interessanten
Firmen, die sich dort ansiedeln möchten, können nicht einfach
vertröstet werden – es gibt auch andere Gemeinden, zu denen sie
ausweichen können.
Daher hat die SPD einen Beschluss zunächst nur
über den Stormarnplatz und die Alte Reitbahn vorgeschlagen, denn
nur dieser Teil ist inhaltlich mit Beimoor-Süd verbunden. Das lehnt
die CDU ab und verlangt jetzt sogar ganz im Gegenteil einen
Beschluss über ein noch deutlich erweitertes Gebiet.
Eine solche Blockade kann nur noch parteitaktisch
im Vorfeld der Wahl verstanden werden. Für die SPD ist das
unverantwortlich, weil es gegen vitale Interessen der Stadt
verstößt. Darum hält die SPD ihr Angebot aufrecht und lädt die
CDU zusätzlich ein, gemeinsam nach einem gangbaren Weg zu suchen.
Harald Düwel
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