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Vor einem Jahr hat die
Stadtverordnetenversammlung das neue Gewerbegebiet Beimoor-Süd
beschlossen. Gestern haben die mittleren und größeren Unternehmen
Ahrensburgs auf einer Veranstaltung des Verbands der
südholsteinischen Wirtschaft erneut eine zügige Verwirklichung
angemahnt. Und am selben Tag vereitelte die CDU erneut im Bau- und
Planungsausschuss den Beginn der konkreten Planungen, indem sie eine
Einigung über den künftigen Stadtgarten auf dem Stormarnplatz
verhinderte.
Bekanntlich hat die Stadtverordnetenversammlung
die beiden Vorhaben wegen der Verlegung der Sportstätten
miteinander verknüpft. Die SPD war der CDU im Interesse der Stadt
mehrfach entgegen gekommen, indem sie auf Wohnbebauung auf dem
Stormarnplatz verzichtete und Dauerparkplätze darauf akzeptierte.
Aber dafür soll auf der Alten Reitbahn die von allen Gutachtern der
Stadt geforderte Wohnbebauung wenigstens für die fernere Zukunft
ermöglicht werden. Das wurde sogar von einem Teil der CDU-Fraktion
akzeptiert. Aber deren Mehrheit blockierte.
Jetzt ist die Verwaltung für mindestens ein
weiteres halbes Jahr bis nach der Kommunalwahl im März zur
Tatenlosigkeit verdammt. Der Bauamtsleiter versuchte die CDU noch
mit dem Hinweis umzustimmen, dass das geltende Satzungsrecht für
die Reibahn ohnehin das Parken von Autos ausschließe und deshalb
nicht einfach dauerhaft geduldet werden könne. Aber auch das half
nicht.
Für die SPD ist dieses Verhalten beispiellos. In
der Vergangenheit konnten die großen Parteien bei wichtigen
Vorhaben für die Stadt stets zueinander finden. Das hat der Stadt
gut getan. Harald Düwel: "Mir fehlt jedes Verständnis dafür,
dass eine große Partei einen so wichtigen Entwicklungsschritt für
Ahrensburg blockiert. So etwas darf es auch im Wahlkampf nicht
geben."
"Das Wechselgeldproblem mit den
Parkautomaten wird gelöst"
Aus einem ganz anderen Grund konnte der Bau- und
Planungsausschuss die Frage der künftigen Parkraumbewirtschaftung
nur zum kleineren Teil lösen. Weil die Parkautomaten nicht
genügend Wechselgeld aufnehmen können, müssen die Tarife so
umgestellt werden, dass auf 5-Cent-Münzen verzichtet werden kann.
Auf Vorschlag der SPD wurde auf die von der Verwaltung
vorgeschlagene Erhöhung von 25 auf 30 Cent je angefangene halbe
Stunde verzichtet und statt dessen eine Gebühr von 20 Cent je 24
Minuten beschlossen. Damit wird das Parken nicht teurer und für den
schnellen Einkauf sinkt sogar die Mindestgebühr.
Aber eigentlich hatte die SPD eine grundlegende
Neuordnung des Bewirtschaftungssystems gefordert. Dafür gibt es
heute intelligente Lösungen, die sich andernorts gut bewährt
haben. Leider stet jedoch für einen Entwicklungsauftrag an ein
Fachinstitut im sehr eng gewordenen Haushalt der Stadt vorerst kein
Geld zur Verfügung. In den Haushaltsberatungen für 2003 wird
darüber neu zu entscheiden sein.
Harald Düwel
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