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Die Ahrensburger SPD-Fraktion stellt zur
nächsten Stadtverordnetenversammlung am 25.Februar den Antrag,
zum Winterfahrplan 2002/2003 mit der Einführung eines
Stadtbussystems zu beginnen. Der Antrag ist nach Auffassung der
SPD zum jetzigen Zeitpunkt erforderlich, um die bisherige Arbeit
an einem neuen Buskonzept für Ahrensburg auf eine
Beschlussgrundlage zu stellen. Wolfgang Sinning,
Bauausschußmitglied der SPD, sagt dazu: „Zum jetzigen Zeitpunkt
ist es notwendig, der Verwaltung die politische Unterstützung
für die Einführung eines Stadtbusverkehrs zu geben. Der
Öffentlichkeit wollen wir das Signal geben, dass wir den
Busverkehr in der Stadt grundlegend verbessern wollen." Mit
dem Grundsatzbeschluss, für den die SPD-Fraktion eine breite
Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung anstrebt und auch
erwartet, sollen nach dem Willen der SPD einige Vorgaben gemacht
werden: Neben der heute schon existierenden Anbindung der Busse an
U- und S-Bahn sollen ein zentraler Treffpunkt aller Busse in der
Innenstadt, der 20-Minuten-Takt in einer Kernzeit von
beispielsweise 6 bis 20 Uhr und ein günstiger Stadttarif
eingeführt werden. „Das Umsteigen für die kurzen Strecken
innerhalb Ahrensburgs vom PKW auf den Bus muss attraktiv sein,
deshalb muss eine Einzelfahrt innerhalb der Stadt weniger kosten
als der heute billigste HVV-Fahrschein," verlangt Sinning.
Außerdem müßten die Ahrensburger Wohngebiete viel besser als
heute vom Bus erschlossen werden.
Mit ihrem Antrag legt die SPD keine konkreten
Linienführungen fest. Das kann nach Auffassung der SPD auch weder
eine Fraktion noch eine Stadtverordnetenversammlung leisten. Dazu
bedarf es des Sachverstandes der Experten aus den Verwaltungen und
den Verkehrsbetrieben. Das Beispiel der Stadt Buchholz habe
gezeigt, dass ein verläßlicher und preisgünstiger
Stadtbusverkehr enorme Steigerungen der Fahrgastzahlen erreichen
könne, so dass der Zuschussbedarf nicht einmal steigen würde.
Zugleich würde eine Entlastung des innerstädtischen
motorisierten Verkehrs stattfinden.
Auf die Proteste gegen die bisherigen Planungen
in einigen Wohngegenden der Stadt eingehend, äußerte Sinning
sich zuversichtlich, dass es durch gute Bürgerinformation und
Einbeziehung von Bürgern in den Diskussionsprozess zu einer guten
Akzeptanz in Ahrensburg kommen werde. Die Proteste beruhten
überwiegend auf Befürchtungen, dass vorhandene verkehrsberuhigende
Einrichtungen wieder rückgängig gemacht würden. „Mit uns wird
es aber keine Verkehrspolitik à la Mettbach (Verkehrssenator der
Schill-Partei in Hamburg) geben," versichert Sinning.
Wolfgang Sinning |