info Juni 2006

103. Jahrgang

   Liebe Genossinnen, liebe Genossen,

zwei Veranstaltungen fanden im Mai statt, an denen einige von Euch nicht teilnehmen konnten und die so gut gelungen waren, dass es sich lohnt, in diesem info darüber zu berichten:

Auch in diesem Jahr trafen sich einige Mitglieder und Freunde des SPD-Ortsvereins Ahrensburg zum Maispaziergang, der diesmal durch den Beimoorwald ging. Bei bestem Frühlingswetter und unter sachkundiger Führung durch Christian Schmidt-Casdorff wurde der Wald zwischen Ahrensburg und Großhansdorf erkundet. Lest mehr dazu weiter unten.

Und: Mit einer gut besuchten Podiumsdiskussion zum Thema "Älter werden in Ahrensburg" hat der Ortsverein die Veranstaltungsreihe "Forum Ahrensburg 2010" wieder aufgenommen. "2010" deshalb, weil wir über den Tag hinaus blicken wollen und weil wir wissen, dass eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Stadt langen Atem braucht (mehr dazu findet Ihr hier).

Heute laden wir ein zur öffentlichen Mitgliederversammlung im Juni, bei der es um die aktuell diskutierte Schulgesetznovelle in Schleswig-Holstein gehen wird (siehe Einladung).

Und wir wollen den Anstoß geben, auch in unserem Ortsverein über das lange geplante neue Grundsatzprogramm der SPD zu diskutieren und zu beschließen.

Ihr seht, es gibt die unterschiedlichsten Angebote für die Mitarbeit im Ortsverein. Und es gibt noch mehr zu tun: der Schuppen müsste mal wieder aufgeräumt werden, für die Vorbereitung des Sommerfests am 2. September werden noch helfende Hände gesucht, und in unseren kommunalpolitischen Arbeitskreisen (aktiv zur Zeit AK Schule und AK Soziales) kann jede und jeder mitarbeiten. Für Ideen zu weiteren Aktionen und Veranstaltungen ist der Vorstand dankbar. Wir hoffen, Euch bei der Veranstaltung am 8. Juni zu sehen!

 

Mit sozialistischem Gruß

Konrad Nabel

   Inhalt

   Einladung zur öffentlichen Mitgliederversammlung

 

Das neue Schulgesetz

mit Dr. Henning Höppner,

bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

am Donnerstag, 8. Juni 2006 um 19:30 Uhr,
Restaurant Strehl, Reeshoop

   Neues aus dem Ortsverein
 

Maispaziergang

Bei bestem Frühlingswetter und unter sachkundiger Führung durch Christian Schmidt-Casdorff wurde der Wald zwischen Ahrensburg und Großhansdorf erkundet.

 

Mehr Fotos gibts im Fotoalbum

Auch in diesem Jahr trafen sich einige Mitglieder und Freunde des SPD-Ortsvereins Ahrensburg zum Maispaziergang, der diesmal durch den Beimoorwald ging. 
  

Älter werden in Ahrensburg

 

Mit einer gut besuchten Podiumsdiskussion zum Thema "Älter werden in Ahrensburg" hat der SPD-Ortsverein Ahrensburg die Veranstaltungsreihe "Forum Ahrensburg 2010" wieder aufgenommen. "2010" deshalb, weil wir über den Tag hinaus blicken wollen und weil wir wissen, dass eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Stadt langen Atem braucht.
Auf der Grundlage unseres gültigen Kommunalwahlprogramms 2003-2008: "Zukunft gestalten für Ahrensburg" arbeitet unsere Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung aus der Minderheitsposition heraus und häufig gegen die Blockade der anderen Fraktionen, versucht Weichen zu stellen oder zumindest zu verhindern, dass mögliche Wege in der Entwicklung unserer Stadt ein für allemal verbaut werden.
Ganz besonders wichtig ist es uns seit Jahren, dass die Stadt endlich auf die immer stärker werdenden Auslastung des Peter-Rantzau-Hauses reagiert. Die Nachfrage nach den zahlreichen Angeboten steigt - auch bei "jüngeren Älteren" - ständig an, die Räume sind stets ausgebucht und Kurse müssen zum Teil schon am Wochenende stattfinden. Inzwischen über 100 ehrenamtliche HelferInnen unterstützen die Hauptamtlichen dabei, das breite Angebot umzusetzen.

"Es muss ein Neubau her!" war eine der mehrfach geäußerten Forderungen aus dem fachkundigen Publikum im Rathaus-Foyer; "und eigentlich sollte es ein Haus für alle Bürgerinnen und Bürger sein" sagten andere. Das Angebot des Peter-Rantzau-Hauses wurde gelobt und als vorbildlich bezeichnet, aber der Platz reiche eben nicht mehr aus.

Die Expertinnen auf dem Podium und die Gäste waren sich einig: Am besten wäre ein großzügiger Neubau in der unmittelbaren Nachbarschaft zum Rathaus, der das Peter-Rantzau-Haus aufnimmt und darüber hinaus als Bürgerhaus allen Ahrensburgerinnen und Ahrensburgern offen stehen soll.

Die SPD-VertreterInnen auf dem Podium (Petra Wilmer für die Fraktion und Konrad Nabel für den Vorstand) machten sich diese Forderungen zu eigen und bekräftigten noch einmal, dass die Ahrensburger SPD sich weiterhin für einen Neubau stark machen wird.

Die nächste Veranstaltung in der Reihe "Forum Ahrensburg 2010" wird im Herbst stattfinden und zwar zum Thema "Besser Lernen in Ahrensburg", bei der wir die Umsetzung der mit der Schulgesetznovelle ab 2007 eintretenden Veränderungen in unserer Stadt diskutieren wollen.

Das neue Schulgesetz wird im übrigen während der nächsten öffentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, dem 08.06.06 vom bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Henning Höppner, vorgestellt und öffentlich diskutiert (siehe oben).

Forum 
Ahrensburg 2010
ImPodium:
Helma Schuhmacher (Alzheimer- Gesellschaft)
Christiane Reuber (AWO), Fr. Freese (Peter-Rantzau- Haus), Petra Wilmer (SPD-Fraktion)

Moderation:
Konrad Nabel (MdL)

"Es muss ein Neubau für das Peter-Rantzau-Haus her!"
"... und eigentlich sollte es ein Haus für alle Bürgerinnen und Bürger sein"

 

 

  

Die Debatte ist eröffnet.

 

Ende April stellte der designierte Parteivorsitzende, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident, Kurt Beck, „Leitsätze auf dem Weg zu einem neuen Grundsatzprogramm" vor.

Es gehe darum, „die Diskussion zu eröffnen und den Dialog mit den Menschen in Deutschland einzuleiten", sagte Beck bei der Auftaktveranstaltung in Berlin und gab erste Diskussions-Impulse: Als ein „Leitbild für das 21. Jahrhundert" solle Deutschland sich vom rein nachsorgenden Sozialstaat verabschieden, der soziale Ungleichheiten erst nachdem sie eingetreten sind mildert, und stattdessen den vorsorgenden Sozialstaat stärken. Es gehe darum, Krankheiten, Arbeitslosigkeit, Bildungsmangel und Armut von vornherein zu verhindern, so Beck.

Beck wiederholte auch seine Kritik an der im internationalen Vergleich niedrigen Steuerlastquote in Deutschland. Die Ansprüche an die Zukunftsfähigkeit des Landes ließen sich damit nicht erfüllen. Zudem forderte er, die sozialen Sicherungssysteme stärker über das Steuern zu finanzieren bei gleichzeitiger Beitrags-Entlastung.

Diskussionsbeiträge aus der Gesellschaft sind auf dem Weg zum neuen Grundsatzprogramm ausdrücklich erwünscht, wie Beck betonte:„Ich lade alle ein, ihren Beitrag zu leisten, ihre Meinung zu sagen, ihre Sorgen zu äußern und Anstöße zu geben weit über unsere Partei hinaus."

 

   Die Grundwerte der Sozialen Demokratie

 

Freiheit bedeutet sozial verantwortete Selbstbestimmung und hat Voraussetzungen:
Sie bedeutet nicht nur Freiheit von Zwängen, sondern vor allem die Freiheit zur eigenen Lebensgestaltung. Sie umfasst ebenso Rechte als auch Pflichten.
Gerechtigkeit verlangt, dass alle Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation die Möglichkeit besitzen, an den Voraussetzungen und Mitteln eines selbstbestimmten und selbstverantworteten Lebens teilzuhaben. Ihre Dimensionen sind: Chancengleichheit, Teilhabe-, Verteilungs- und Leistungsgerechtigkeit.
Solidarität ist die Bereitschaft, auch über rechtliche Verpflichtungen hinaus aktiv und freiwillig füreinander einzustehen.

Die Ziele der Sozialen Demokratie

Eine friedliche Weltordnung hat sich nach dem Ende des Kalten Krieges nicht eingestellt. Neue Risiken sind hinzugekommen: Energieversorgung und -sicherheit, globaler Ressourcenverbrauch, Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. Eine faire Globalisierung bedeutet vor allem zweierlei: mehr Chancen für Entwicklungsregionen aber auch klare Spielregeln für die entwickelten Länder und die global agierenden Unternehmen. Neue Formen der Staatlichkeit auf europäischer und internationaler Ebene müssen ermöglicht werden, auch um dem internationalen Kapitalismus einen neuen Ordnungsrahmen zu geben.

Wohlstand und Beschäftigung bleiben zentrale Ziele: In einer dynamischen Wirtschaft darf Politik nicht allein darauf ausgerichtet sein, ganz konkrete und bestehende Arbeitsplätze zu verteidigen. Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt befördern auch die Gleichstellung der Geschlechter. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden, damit sich die neuen Länder nach dem Auslaufen des Solidarpakts aus eigener Kraftentwickeln können. Generationensolidarität in einer kinderfreundlichen Gesellschaft: Alle Kinder haben dasselbe Recht auf Betreuung und Bildung von Anfang an. Junge Frauen und Männer müssen leichter ihre Kinderwünsche erfüllen können, ohne dabei berufliche Perspektiven zu gefährden. Die besonderen Fähigkeiten und Erfahrungen älterer Menschen müssen zu Geltung kommen, deren soziale Teilhabe gilt es zu sichern. Die soziale Teilhabe aller muss hergestellt werden: Wer einer vollen Erwerbsarbeit nachgeht, muss von seinem Einkommen den eigenen Lebensunterhalt bestreiten können. Die großen sozialen Risiken müssen solidarisch abgesichert werden. Die Chance zur Teilhabe durch Bildung darf nicht abhängig sein von der sozialen und ethnischen Herkunft oder vom Geschlecht. Vier Prinzipien sollten für alle Bildungsbereiche gelten: Ganzheitlichkeit, Chancengleichheit, Durchlässigkeit und Qualität. Ein nachhaltiger Fortschritt hängt auch vom Fortschritt in Wissenschaft und Technik ab. Risikobehaftete Technologien fordern unsere ethische Urteils- und Handlungskraft heraus. Sicherheit und Orientierung im Wandel bedürfen sicherer Wertmaßstäbe und Wertorientierungen. Wir zeigen Härte gegen Kriminalität und gegen ihre Ursachen.

Eine neue soziale Übereinkunft

Eine Gesellschaft der Freien und Gleichen braucht eine Verständigung darüber, wie sie unterschiedliche Interessen zwischen gesellschaftlichen Gruppen und Generationen in Einklang bring. Dazu gehört auch, das neue Europa politisch zu stärken und sozial zu gestalten, die Soziale Marktwirtschaft zu erneuern, den vorsorgenden Sozialstaat als neues Leitbild zu etablieren.

Die SPD als linke Volkspartei

Wir verstehen uns als linke Volkspartei, weil wir die gesellschaftliche Vielfalt auf Basis unserer Grundwerte integrieren und bündeln wollen. Die Einheit unserer Grundwerte unterscheidet uns von anderen Parteien. Wir führen unsere Programmdiskussion mit unserer Gesellschaft und für sie.

(in Auszügen; 

 

mehr Informationen: www.programmdebatte.spd.de

Leitsätze zum neuen Grundsatzprogramm
Freiheit
Gerechtigkeit
Solidarität

 

Für eine friedliche Weltordnung
Alle Kinder haben dasselbe Recht auf Betreuung und Bildung von Anfang an
Für eine Gesellschaft der Freien und Gleichen
  

Grundsatzdiskussion im Ortsverein

 

Wir wollen die Diskussion um das neue Grundsatzprogramm auch im SPD-Ortsverein Ahrensburg führen und werden im Herbst eine Ortsvereinsversammlung dazu durchführen. Zur Vorbereitung soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, die sich mit dem Stand der Diskussion auf Landesebene befassen und eigene Vorschläge des Ortsvereins erarbeiten soll.

Wer Interesse hat daran mitzuarbeiten, kann sich beim Vorstand melden. Wir werden auf einer Klausurtagung Anfang Juni den oder die für diese Arbeitsgruppe Verantwortlichen festlegen.

Mitmachen!
  SPD-Fahrdienst
 

Mitfahrgelegenheiten!

  Impressum
 

info für Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Ahrensburg
Herausgeber: Ortsverein Ahrensburg, Konrad Nabel, tel. 52736
erscheint ca. 10 x im Jahr, 
Auflage: 270, Copyland, Ahrensburg
Schreiben, Layouten, Kopieren, Falten und Eintüten dieses info hat wieder einmal ca. 12 Stunden ehrenamtliche Arbeit gekostet.
Dank an die Legetruppe!