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Nach dem Kriegsende und der Flucht aus Ostpreußen wählte ich
den Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE), einfach, weil ich
dachte, daß ich nun mal dazugehöre. Doch sehr bald erkannte ich, daß es in
diesem Verein keine ernsthafte - und vor allem keine sachliche -
Auseinandersetzung mit der furchtbaren NS-Vergangenheit gab. Das geteilte
Deutschland konnte nicht durch Besitzansprüche und eventuell neue kriegerische
Aktionen vereint werden. Als Wahlberlinerin von 1959 bis 1988 erlebte ich sehr
intensiv in Westberlin die politische Entwicklung und fand in dem Programm der
SPD die Vorstellung für eine Zukunft auf sozial-gerechter und toleranter Basis,
für die Willi Brandt als Bürgermeister und Kanzler und auch Helmut Schmidt
standen: So wählte ich die SPD.
Seit ich nun in Ahrensburg lebe, wurde mir immer mehr bewußt,
daß mein Interesse an Politik und Entwicklung neuer Strukturen und Gedanken
nicht allein durch die Medien befriedigt werden kann: Ich brauche Menschen, die
mir nahestehen, mit denen man diskutieren und vielleicht auch etwas bewirken
kann, um die zum Teil maroden Verhältnisse zu verändern. Das
Regierungsprogramm der SPD für Schleswig-Holstein hat klare Ziele und Aufgaben,
für die es lohnt, Energie und Zeit besonders als Frau einzusetzen.
Das spürte ich bei einem Gespräch mit dem damaligen
Ortsvereinsvorsitzenden, Jürgen Lohmann, der sich bei mir zu Hause als
Wahlkreiskandidat vorstellte. Zwei Tage später holte ich mir ein
Antragsformular für die Mitgliedschaft auf dem Wochenmarkt-Stand. Seit März
1990 bin ich Mitglied der SPD und habe es noch nie bereut, denn sie ist meine
politische Heimat geworden.
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