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Unter dem Titel "Unser Wald zum Verkauf ausgeschrieben -
europaweit" hatte eine Initiative aus Großhansdorf zur
"Wald-Kundgebung" im Beimoorwald aufgerufen. Weit über
100 Bürgerinnen und Bürger, darunter der Wahlkreisabgeordnete
Konrad Nabel (SPD), waren dem Aufruf bei bestem Spätsommerwetter
gefolgt.
Uwe Westphal aus Großhansdorf, einer der Initiatoren der
Kundgebung, machte seine Sorgen deutlich: "Die Landesregierung
in Kiel hat unseren Schleswig-Holsteinischen Staatsforst (unseren
Wald) für ca. 100 Mill. Euro europaweit zum Verkauf angeboten. Im
nächsten Monat soll darüber entschieden werden. Welche
Auswirkungen für die Natur, Menschen und Tiere entstehen, ist
überhaupt noch nicht absehbar. Wir sollten das nicht zulassen. Es ist wichtiger denn je, dass wir Bürger Flagge
zeigen, bevor konkrete Entscheidungen fallen."
In seiner
Funktion als Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Großhansdorfer
Gemeindevertretung hatte Uwe Westphal bereits am 4. Juli den
Gemeinderat aufgefordert, einem Eilantrag der SPD - Fraktion zu
folgen, mit dem eine Resolution gegen den Verkauf der Waldflächen
in Schleswig-Holstein verabschiedet werden sollte.
Der Ahrensburger
SPD-Landtagsabgeordnete Konrad Nabel stellte noch einmal die seit
langem bestehende Position der SPD-Landtagsfraktion dar: "Mit
uns wird es einen Waldverkauf nicht geben!" und verwies auch
auf die frühzeitige Ablehnung des von der Landesregierung
eingeleiteten Interessenbekundungsverfahren.
Auf Nachfrage, was es
denn zu bedeuten habe, wenn der SPD-Fraktionsvorsitzende Lothar Hay
sage, dass "ein vollständiger Verkauf mit uns nicht zu machen
ist", erklärte Konrad Nabel: "Wir haben im
Koalitionsvertrag vereinbart, unwirtschaftliche und
Splitterwaldflächen zu veräußern. Dazu stehen wir, und das ist
zur Zeit bereits bei einigen Flächen in Rede. Wir werden aber nicht
zulassen, dass weitere Teile des Landeswalds verkauft werden."
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