|
Über 50 Interessierte hatten sich zum Forum
"Lernen" im Ahrensburger Rathaus-Foyer eingefunden, wo
Fachleute und Betroffene auf Einladung der SPD die Schulsituation in
Ahrensburg nach dem neuen Schulgesetz intensiv miteinander
diskutierten.
Nach kurzen Eingangsstatements der Podiumsteilnehmer wurde in der
Diskussion schnell deutlich, dass die Mehrheit der anwesenden Eltern
und Vertreter einiger Ahrensburger Schulen sich für die Einrichtung
einer Gemeinschaftsschule im Schulzentrum aussprachen.
Unterschiedliche Meinungen gab es zum weiteren Bestehen eines
eigenständigen Gymnasiums am Heimgarten.

Ole Junker (SPD), Vorsitzender des Ahrensburger
Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses hatte zu Beginn der
Veranstaltung klar gemacht, dass die Wünsche der Schulen Grundlage
der anstehenden Entscheidungen der Stadtverordneten sein werden,
stellte aber auch aus den vielen - zu mehr als der Hälfte
abgelehnten - Anmeldungen für die Gesamtschule in den vergangenen
Jahren den deutlichen Elternwillen nach integrativen Systemen fest.

Herr Reben von der GEW, Lehrer in Bordesholm,
berichtete über die Vorbereitungen seiner Schule auf dem Weg zur
Gemeinschaftsschule. Karl-Heinz Harder vom Landeselternbeirat
Gesamtschulen forderte, dass der Elternwille ein größeres Gewicht
bei der Entscheidung der Schulträger haben müsse und forderte die
anwesenden Eltern auf, "mehr Druck" zu machen.

Konrad Nabel stellte kurz noch einmal die beiden
Schultypen Regionalschule und Gemeinschaftsschule vor. Für die SPD
sei die Gemeinschaftsschule das politische Ziel, auch
verankert im 2004 beschlossenen Bildungsprogramm der
schleswig-holsteinischen SPD. Das neue Schulgesetz sei ein
Kompromiss der großen Koalition, mit dem die SPD zunächst gut
leben könne. Die auch in der heutigen Diskussion deutlich
auftretenden Widersprüche und Probleme beim Übergang nach
Abschluss der 10. Klasse einer Regionalschule oder
Gemeinschaftsschule in die Profiloberstufe eines 8-jährigen
Gymnasiums träten allerdings nicht auf, wenn alle Schulen im Land
Gemeinschaftsschulen wäre. Nabel forderte eine "Schule für
alle von Klasse 5 bis 13".

Auf dem Podium (v.l.n.r):
Ursula Ebert, Herr Reben, Konrad
Nabel (MdL), Karl-Heinz Harder, (Nicht auf dem Bild: Ole Junker)
|