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Sommergespräch: Martin Habersaat besucht Karl Heinz Mentzel

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Foto: Martin Habersaat und Karl Heinz MenzelEiner Tradition seines Vorgängers Klaus-Peter Puls folgend, besucht Martin Habersaat, SPD-Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis 34 (Reinbek, Glinde, Barsbüttel, Oststeinbek) derzeit auf einer Sommertour die Bürgermeister seines Wahlkreises. Nun war er bei Karl Heinz Mentzel in Oststeinbek. Mentzel ist der dienstälteste Verwaltungschef in Südstormarn und konnte dem Abgeordneten Erfahrungen aus 11 Dienstjahren mit auf den Weg geben. Unter anderem unterhielten die beiden sich über die kommunalen Finanzen, Verwaltungskooperationen und die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren.

Wenn es um die öffentlichen Finanzen geht, haben Mentzel, Stormarns Landrat Klaus Plöger und die Länder Bayern und Baden-Württemberg etwas gemeinsam: Den Wunsch, nach dem Finanzausgleich, sei es auf Kreis-, Landes- oder Bundesebene, im Verhältnis nicht schlechter zu stehen als vorher. Habersaat: „In der Pädagogik ist es das Prinzip, Stärken zu stärken, das mir als Lehrer am hilfreichsten schien. Wer den starken Regionen ihre Stärken lässt und weiterentwickelt, hilft damit den schwächeren Regionen auch.“

Der beste Weg zu Verwaltungskooperationen ist für Menzel ein „Weg der kleinen Schritte“ mit pragmatischen gemeinsamen Lösungen im Einzelfall. Wichtig sei außerdem, auch die Abläufe und Herausforderungen der Nachbarkommunen zu kennen. In diesem Zusammenhang machten er und Habersaat sich auch Gedanken über die Ausbildung in der Verwaltung und die Möglichkeiten, gute Leute in der Region zu halten, von gegenseitiger Aushilfe von Rathaus zu Rathaus bis zu einem gemeinsamen Stellenpool. Habersaat: „Vor allem ist mir aber klar geworden, wie wichtig gute theoretische Grundlagen sind, um hinterher pragmatische Lösungen zu finden.“

Das Selbstverständnis der freiwilligen Feuerwehren, meint Mentzel, werde sich ändern, wenn zunehmend auch Frauen in den aktiven Dienst eintreten. Wenn künftig um ehrenamtliches Engagement geworben werden muss und Nachwuchsmangel droht, werde es sich die Feuerwehr überlegen müssen, ob sie Jugendliche unter 18 Jahren weiterhin grundsätzlich vom aktiven Dienst ausschließen könne. Das hatte der Landesfeuerwehrverband im vergangenen Jahr beschlossen. Menzel: „Es gibt auch Möglichkeiten zum Einsatz junger Leute, die keine Gefahren für körperliche und seelische Gesundheit mit sich bringen. Schlichte Ja/Nein-Antworten greifen zu kurz.“  Habersaat ergänzt: „Die Wehren in Südstormarn haben in der Vergangenheit eine vorbildliche Jugendarbeit geleistet. Ich hoffe, hier kann eine Lösung im Interesse aller Beteiligten gefunden werden.“ Momentan lehnt Innenminister Schlie noch ab, das Thema neu zu diskutieren.

 

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