5 Werktage unter 100

Martin Habersaat Fotorechte sind frei Fotograf: Jan C. Schultchen

Wann könnte es in Stormarn wieder Lockerungen geben?

Martin Habersaat
Fotorechte sind frei
Fotograf: Jan C. Schultchen

Bei einer Inzidenz von 100, drei Tage hintereinander, werden viele Erleichterungen zurückgenommen, die Außengastronomie schließt, Kitas gehen in den Notbetrieb und Schulen schließen. Wie geht es aber wieder zurück, und wann? Dazu sagt der Erlass der Landesregierung (Ergänzende Maßnahmen bei Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern): „Unterschreitet ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt ab dem Tag nach Eintreten der Maßnahmen an fünf aufeinander folgenden Werktagen den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, so treten an dem übernächsten Tag die in § 28b IfSG genannten Maßnahmen automatisch außer Kraft.“ In §28b des Infektionsschutzgesetzes hat der Bundestag allerdings auch vermerkt, dass die Zahlen des RKI verbindlich sind, und die werden immer mit einem Tag Verzögerung veröffentlicht.

Für den Kreis Stormarn heißt das konkret: Der Kreis hatte Dienstag eine Inzidenz von 99,9, die auch so auf dem RKI-Dashboard veröffentlicht wurde, allerdings erst am Mittwoch (das RKI bietet auch eine Excel-Tabelle an, in der auf ganze Zahlen gerundet wird, deshalb steht da eine 100). Mittwoch war also der erste Werktag unter 100, Donnerstag der zweite, Freitag wäre der dritte. Der Samstag würde auch als Werktag gezählt werden, aber nicht in diesem Falle, weil der 1. Mai ein Feiertag ist. Montag und Dienstag wären also die Tage vier und fünf. Am Donnerstag, dem 6. Mai, könnten die Regelungen der Bundesnotbremse also außer Kraft treten. Hoffen wir das Beste.

Die sogenannte „Bundesnotbremse“ setzt übrigens jetzt ein für alle geltendes Minimum an Maßnahmen. Lockerer dürfen die Länder nicht sein, strenger schon. Schleswig-Holstein ist in vielen Bereichen strenger. Deshalb gehen Schulen hier bereits ab einer Inzidenz von 100 in den Distanzunterricht. Immerhin soll es jetzt aber mehr Präsenzangebote für die Mittelstufe geben, wenn Inzidenzen unter 100 erreicht werden. (Dazu mehr: hier).