Hass und Fakes in sozialen Medien bekämpfen – Abgeordneter zu Gast bei Diskussionsveranstaltung der FES

[Auf dem Bild (v.l.n.R.): Dietmar Molthagen, Paul Schulte, Mareike Wieland, Tobias von Pein und Amélie Heldt]
Auf dem Bild (v.l.n.R.): Dietmar Molthagen, Paul Schulte, Mareike Wieland, Tobias von Pein und Amélie Heldt

Unter dem Titel „Alles Fake, oder was? Zur Meinungsmacht sozialer Medien in der Demokratie“ veranstaltete das Julius-Leber-Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) einen Diskussionsabend zur Rolle von sozialen Medien in der Demokratie. An der Veranstaltung am vergangenen Montag in der Stadtbücherei Ahrensburg nahmen neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein, die Kommunikationswissenschaftlerin Mareike Wieland, die Juristin Amélie Heldt und der YouTuber Paul Schulte teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dietmar Molthagen vom FES-Büro in Hamburg.

Diskutiert wurde etwa die Frage, wie sich Mediennutzung verändert hat und wie groß der Einfluss auf die politische Auseinandersetzung ist. Auch über die Mechanismen hinter den Kulissen der sozialen Medien wurde debattiert. Einhellig wiesen die Diskutierenden darauf hin, dass es einer besseren Medienkompetenz bei den Nutzerinnen und Nutzern bedarf. Diese sollte dabei in einer umfassenderen politischen Bildung eingebettet sein. Die Fähigkeit einer kritischen Betrachtung von Medien muss im analogen, wie im digitalen Kontext gegeben sein – unabhängig vom Alter. Unterschiedliche Generationen können in Sachen Medienkritik durchaus voneinander lernen, waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugt.

Auf die Frage danach, ob der Staat soziale Medien stärker regulieren sollte, sagte Tobias von Pein: „Ich glaube nicht, dass wir alles regulieren sollten. Ich gehöre zu den Politikern, die im Zweifel auf der Seite der Freiheit stehen und nicht der Überwachung. Das heißt, dass wir manche Dinge ertragen müssen. Das heißt andererseits aber auch, dass wir zusammen darüber diskutieren, was für einen Umgang wir miteinander wollen. Wir müssen dabei auch ganz klar Linien ziehen und das geltende Recht im Netz durchsetzen. Wer beleidigt und hetzt, muss mit einer Anzeige rechnen. Das sollte im Netzt so sein, wie auf der Straße.“