Stormarner SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung zieht positive Bilanz

Während des Jahrestreffens der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) innerhalb der SPD Stormarn zog deren Vorsitzender Johannes Kahlke eine positive Bilanz über die im Jahr 2016 geleistete Arbeit. Hierzu gehörte ein Treffen mit der Kreisschülervertretung Stormarns, der Besuch der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe sowie ein Einblick in die Arbeit im Bereich von Deutsch als Zweitsprache (DaZ), der Besuch der Woldenhorn-Schule in Ahrensburg (Förderzentrum für geistige Entwicklung) oder die Teilnahme an Parteitagen oder Arbeiten zu Papieren zur Beruflichen Bildung oder zur guten Kinderbetreuung. Schließlich brachte sich die Bildungsarbeitsgemeinschaft u. a. bei den Themen Berufliches Gymnasium und generalisierte Pflegeausbildung in das Regierungsprogramm der SPD ein.

Johannes Kahlke: „Mit Blick auf die anstehenden Wahlen ist es wichtig, die bildungspolitischen Aussagen anderer Parteien zu hinterfragen, da erfolgreiche Bildung ein wichtiger Faktor für die Zufriedenheit jedes Einzelnen und die wirtschaftliche wie demokratische Stabilität unseres Landes ist. Rückwärts gerichtete Bildungspolitik berücksichtigt nicht die Anforderungen unserer Gesellschaft und verkennt die in den letzten Jahren eingetretenen positiven Entwicklungen unter der SPD-geführten Landesregierung“.

Im Verlauf der Veranstaltung im Restaurant Zum Kamin in Bad Oldesloe berichtete der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Martin Habersaat (Reinbek) über die geleisteten und anstehenden Entwicklungen, wie z. B. den weiteren Ausbau von Ganztagsschulen oder des Angebotes von Schulassistenzen. Aufgrund eines zu entwickelnden Sozialindexes sollen die Schulen ein über 100% hinausgehendes Stundenkontingent erhalten, die in sozial schwierigen Lagen arbeiten. Zudem fordern die Sozialdemokraten in ihrem Wahlprogramm, Schulen vom Land mehr Ausgleichsstunden für Lehrkräfte zur Verfügung zu stellen, die besondere Aufgaben z. B. in der Schulentwicklung übernehmen. Alle Schulabschlüsse seien wichtig, der Weg dahin dürfe keine unnötigen Hürden haben. Es habe sich gezeigt, dass der Weg zum Abitur über Gemeinschaftsschulen in 9 Jahren und über Gymnasien in 8 Jahren eine verlässliche und nachgefragte Möglichkeit sei, eine wichtige Ergänzung sind die beruflichen Schulen, die ebenfalls den Weg zum Abitur ermöglichen. Mit einem vom Land finanzierten und neu ins Leben gerufenen Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) Pädagogik wolle man junge Menschen an die Arbeit in Schulen heranführen und für ein späteres Lehramtsstudium interessieren. Durch externe Unterstützung könnten Schulen jetzt wieder freiwillig ihre Qualität einschätzen lassen und es sei Ziel der SPD, dass bis zum Jahr 2030 alle Schulen im Land über einen Glasfaseranschluss verfügten. Parallel hierzu habe ein Modellprojekt von 20 Schulen zum digitalen Lernen stattgefunden, dessen Erkenntnisse allen Schulen zugutekommen sollen.

Tobias von Pein, SPD-Landtagsabgeordneter und Sprecher für Berufliche Bildung aus Ahrensburg, zeigte den Anwesenden auf, welche wichtige Arbeit innerhalb der Beruflichen Bildung und an Beruflichen Schulen geleistet werde. Seitens der Landesregierung sei geplant, die bereits z. T. bei 100% liegende Lehrkräfteversorgung auch Beruflichen Schulen zur Verfügung zu stellen. Weiter würde man die Beruflichen Schulen in Stormarn dabei unterstützen, sich zu Regionalen Berufsbildungszentren zu wandeln. Hinsichtlich der Einführung einer Jugendberufsagentur in Stormarn, die alle Ansprechpartner und Angebote von Jobcenter, Arbeitsagentur, Beruflicher Schule und sozialer Arbeit an einem Ort bündele, sehe man deren Vorteile, werde aber die Ergebnisse der laufenden Modellvorhaben in Schleswig-Holstein abwarten. Von Pein berichtete weiter von den wissenschaftlich begleiteten Planungen zur Einführung eines Schleswig-Holsteinischen Instituts für Berufliche Bildung (SHIBB), welches unter Einbindung aller an Beruflicher Bildung beteiligten Partner die bisher in mehreren Landesministerien verteilten Berufe, Abteilungen und Aufgaben bündeln soll. Ein weiteres Ziel der laufenden politischen Arbeit sei die Ausweitung der Mitbestimmungsrechte von Schülervertretungen von Beruflichen Schulen.

Kathrin Duskat und Christian Löffler (Kreiselternvertretung Kindertagesstätten Stormarn) erinnerten an die zu hohe Arbeitsbelastung von sozialpädagogischen Fachkräften und die zu senkende Gruppengröße in Kindertagesstätten. Darüber hinaus mahnten sie die vielfach in Stormarn zu hohen KiTa‑Gebühren an und die fehlende Transparenz in der Gebührenberechnung, die eine Vergleichbarkeit unmöglich macht. Damit schlossen sie an das gemeinsam mit der SPD Stormarn entwickelte Resolutionspapier zum Thema Gute Kinderbetreuung an, welches u. a. bis zu der von der SPD anvisierten gänzlichen Gebührenfreiheit von KiTa-Plätzen ein Gebührenmaximum in der Höhe des Kindergeldes fordert.

Dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) in der SPD Stormarn gehören weiter Barbara Julius (Feldhorst), Ulrich March (Bad Oldesloe) und Heiko Winckel-Rienhoff (Westerau) an. Eines der kommenden Arbeitsthemen der Arbeitsgemeinschaft ist die Arbeit der Volkshochschulen in Stormarn. An der Mitarbeit Interessierte können sich beim SPD-Kreisverband Stormarn melden (04531 188365 oder kv-stormarn@spd.de).

Johannes Kahlke

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